Eine Rufumleitung richten Sie auf drei Wegen ein: am Handy per GSM-Code (etwa **21*Zielnummer# für „immer umleiten“), am Festnetzanschluss per Tastencode oder im Kundenportal Ihres Anbieters und an der FRITZ!Box unter „Telefonie“ → „Rufbehandlung“ → „Rufumleitung“. Vorher entscheiden Sie, wann umgeleitet werden soll: immer, nur bei Besetzt, wenn nach einigen Sekunden niemand abnimmt oder nur außerhalb der Geschäftszeiten. Die Sekunden bis zur Umleitung stellen Sie nur im Mobilfunk selbst ein, im Festnetz legt sie der Anbieter fest. Die Kosten der weitergeleiteten Strecke tragen Sie, und nicht jede Flatrate deckt sie ab. Loomira ist ein KI-Telefonassistent für kleine und mittlere Unternehmen, der umgeleitete Anrufe rund um die Uhr annimmt, Anliegen strukturiert erfasst und Anrufe, Transkripte und Kundendaten in der EU hostet. Dieser Ratgeber bündelt die Codes und Menüs der großen deutschen Anbieter; für Telekom, Vodafone und die FRITZ!Box gibt es eigene Anleitungen.

Was ist eine Rufumleitung – und welche Arten gibt es?

Eine Rufumleitung (auch Anrufweiterleitung oder Anrufweiterschaltung) ist eine Einstellung im Telefonnetz, im Router oder in der Telefonanlage, die eingehende Anrufe einer Rufnummer automatisch an eine andere Zielnummer weitergibt, entweder sofort oder nur unter einer festgelegten Bedingung.

Der GSM-Standard 3GPP TS 22.082 beschreibt vier Varianten:

  • Sofort (unbedingt): Jeder Anruf geht direkt an die Zielnummer, Ihr Telefon klingelt nicht.
  • Bei Besetzt: Umgeleitet wird nur, wenn Sie gerade telefonieren.
  • Bei Nichtannahme: Ihr Telefon klingelt zunächst; nimmt niemand ab, übernimmt die Zielnummer.
  • Bei Nichterreichbarkeit: Umgeleitet wird, wenn das Handy ausgeschaltet ist oder kein Netz hat.

Eine Umleitung außerhalb der Geschäftszeiten dokumentiert keiner der großen Netzbetreiber als Netzfunktion. Zeitgesteuert umleiten Sie in der FRITZ!Box oder in einer Cloud-Telefonanlage. Für die meisten Betriebe ist „bei Besetzt“ plus „bei Nichtannahme“ der pragmatische Einstieg: Sie nehmen selbst ab, wenn Sie können, und kein Anruf läuft ins Leere, wenn Sie es nicht können.

Welche Anleitung passt zu Ihrem Anschluss?

Entscheidend ist, wer die Umleitung ausführt: das Mobilfunknetz, das Festnetz Ihres Anbieters oder Ihr Router. Danach richten sich die Codes und auch die Frage, welche Rufnummer am Ziel ankommt.

  • Handy bei Telekom, Vodafone, O2 oder 1&1: die GSM-Codes im nächsten Abschnitt.
  • Telekom: Telefoniecenter, Tastencodes, Mobilbox und SprachBox in der Anleitung Rufumleitung bei der Telekom.
  • Vodafone: drei verschiedene Code-Sätze für DSL, Kabel und Mobilfunk in der Anleitung Rufumleitung bei Vodafone.
  • FRITZ!Box, gleich bei welchem Anbieter: Menüpfad, Zeitsteuerung und Tastencodes in der Anleitung Rufumleitung in der FRITZ!Box.
  • O2, 1&1 und Cloud-Telefonanlagen: weiter unten in diesem Ratgeber.

Welche GSM-Codes gelten für die Rufumleitung am Handy?

Die Codes folgen dem GSM-Standard 3GPP TS 22.030. Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 dokumentieren dieselben Codes, mit kleinen Abweichungen in der Schreibweise; geprüft haben wir sie bei der Telekom, bei Vodafone, bei O2 und bei 1&1. Sie tippen den Code in die Telefon-App und drücken die Anruftaste.

Sofort umleiten:          **21*Zielnummer#
Bei Besetzt:              **67*Zielnummer#
Bei Nichtannahme:         **61*Zielnummer#
  mit Klingelzeit:        **61*Zielnummer**20#
Bei Nichterreichbarkeit:  **62*Zielnummer#
Alle drei bedingten:      **004*Zielnummer#
Status abfragen:          *#21#  (*#61#, *#62#, *#67#)

Drei Punkte, die oft übersehen werden:

  1. Zielnummer mit Ländervorwahl eingeben, also +49… oder 0049…. O2 und Vodafone verlangen das ausdrücklich, 1&1 zeigt es im Beispiel, und die Telekom empfiehlt es, damit die Umleitung auch im Ausland funktioniert.
  2. **004* setzt alle drei Bedingungen in einem Schritt. Die Telekom nennt den Code „netz-/geräteabhängig“; klappt er nicht, setzen Sie die drei Codes einzeln.
  3. Statusabfragen gibt es nur im Mobilfunk. Telekom und Vodafone dokumentieren *#21# und Co. für das Handy, für das Festnetz nennen sie keinen Statuscode.

Am iPhone schalten Sie laut Apple unter „Einstellungen“ → „Apps“ → „Telefon“ → „Rufweiterleitung“ nur eine Umleitung aller Anrufe ein; für bedingte Umleitungen verweist Apple an den Netzbetreiber, also auf die Codes. Samsung-Galaxy-Geräte bieten laut Samsung unter „Zusatzdienste“ → „Rufumleitung“ alle vier Varianten.

Nach wie vielen Sekunden wird umgeleitet?

Im Mobilfunk bestimmen Sie die Klingelzeit selbst: **61*Zielnummer**20# leitet nach 20 Sekunden um. Erlaubt sind laut 3GPP TS 22.082 5 bis 30 Sekunden in 5-Sekunden-Schritten, und Telekom, Vodafone und O2 nennen dieselben Werte. Wichtig sind die zwei Sternchen vor der Sekundenzahl. Einzelne Anbieterseiten drucken eine Variante mit einem Stern (**61*Zielnummer*20#); nach der Struktur des Standards landet die Zahl dann im Feld für die Dienstart statt in dem für die Klingelzeit. Prüfen Sie das Ergebnis mit *#61#. Ohne Zeitangabe gilt der Standardwert des Anbieters, laut Telekom 15 Sekunden, laut O2 etwa 20 Sekunden.

Im Festnetz ist die Zeit fest vorgegeben:

Was passiert mit der Mailbox, wenn Sie umleiten?

Die Mailbox ist technisch selbst eine bedingte Rufumleitung. Bei Handyverträgen zeigen ab Werk „keine Antwort“, „nicht erreichbar“ und „besetzt“ auf die Mailbox, wie Vodafone im Mailbox-InfoDok beschreibt. Setzen Sie nur **61*Zielnummer#, ersetzen Sie die Mailbox nur für „keine Antwort“; bei Besetzt und ausgeschaltetem Handy landet der Anruf weiter dort. Für alle drei Fälle nutzen Sie **004*Zielnummer#.

Vorsicht mit ##002#: Der Code löscht alle Umleitungen, die Mailbox ebenso wie eine Umleitung auf einen Assistenten. Vodafone warnt, Anrufer würden danach „gar nicht mehr an Deine Mailbox geleitet“. So aktivieren Sie die Mailbox wieder (Telekom, Vodafone, O2, 1&1):

Telekom:   **61*3311#  **62*3311#  **67*3311#
Vodafone:  **004*5500#
O2:        **004*333#
1&1:       **61*015566000333#
           (ebenso **62* und **67*)

Wie richten Sie eine Rufumleitung im Festnetz ein?

Im Festnetz beginnen die Codes mit einem Stern (*21*Zielnummer#). Sie heben den Hörer ab, tippen den Code und warten die Bestätigungsansage ab.

Telekom: *21*Zielrufnummer# leitet sofort um (aus mit #21#), *61*Zielrufnummer# bei Nichtmelden, *67*Zielrufnummer# bei Besetzt (aus mit #67#), so die Telekom-Hilfe zur Festnetz-Anrufweiterleitung. Einen Ausschaltcode für *61* nennt die Hilfeseite nicht, nur die Speedport-Handbücher führen #61#. Mit einem fremden Router wie der FRITZ!Box kann die Funktion der Steuercodes laut Telekom „nicht garantiert werden“; nutzen Sie dann das Telefoniecenter.

Vodafone: Am DSL-Anschluss gelten *21*, *61* und *67* mit Vorwahl und Zielrufnummer. Am Kabelanschluss gibt es einen zweiten Code-Satz, in dem *21 ohne zweiten Stern „bei besetzter Leitung“ bedeutet statt „alle Anrufe“. Ein vergessener Stern ändert dort also die Art der Umleitung.

Ein Kundenportal gibt es nicht überall: Die Telekom bietet das Telefoniecenter, 1&1 das Control-Center. Bei Vodafone ordnet die DSL-Preisliste die Web-Konfiguration dem Komfort-Anschluss zu, am Kabelanschluss beschreibt Vodafone den Portalweg nur außerhalb von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. Für O2 Home ist kein Portalweg dokumentiert.

Wie richten Sie die Rufumleitung bei O2 und 1&1 ein?

O2-Handy: Es gelten die GSM-Codes; O2 schreibt die Klingelzeit als **61*Rufnummer**Zeit# und löscht alle Umleitungen mit ##002#. Als einziger der großen Netzbetreiber dokumentiert O2 für das Handy auch einen App-Weg: In der Mein-O2-App wechseln Sie unter „Menü“ → „Tarif & SIM“ → „SIM & Vertrag“ → „Anruf & Mailboxeinstellungen“ von „Weiterleitung zur Mailbox“ auf „Weiterleitung zur Rufnummer“. Bis die Änderung greift, kann es laut O2 ein paar Minuten dauern.

O2 Home (DSL, Glasfaser): *21*Rufnummer# für alle Anrufe, *61*Rufnummer# nach „ca. 15 Sekunden“, *67*Rufnummer# bei Besetzt, aus jeweils mit #21#, #61# oder #67#. Die Besetzt-Umleitung setzt laut HomeBox-Handbuch voraus, dass Anklopfen aus ist; das geht laut O2-Anleitung mit #43#.

1&1-Festnetz: 1&1 dokumentiert keine Tastencodes, sondern das Control-Center: „Vertrag“ → Internet- und Festnetzvertrag → „Weiterleitung“ → Rufnummer wählen → „Anrufe weiterleiten“ anhaken → Zielnummer → speichern. Die Umleitung gilt je Rufnummer; eine Auswahl zwischen sofort, verzögert und bei Besetzt beschreibt 1&1 dort nicht. Eine zeitgesteuerte Umleitung richten Sie laut 1&1 im Router ein.

1&1-Handy: Es gelten die GSM-Codes, laut 1&1 im Format **61*004972112345678#, also mit Ländervorwahl und Ortsvorwahl ohne Null. Ein Format für die Klingelzeit nennt 1&1 nicht, und für „alle aus“ nennt das Hilfe-Center #002#, die Schnellstart-Anleitung ##002#. Wichtig: „Eine Umleitung auf eine ausländische Rufnummer ist nicht möglich“, schreibt 1&1.

Wie funktioniert die Umleitung in einer Cloud-Telefonanlage?

Cloud-Telefonanlagen steuern Umleitungen in der Weboberfläche, oft mit Zeitprofilen für die Geschäftszeiten. Bei sipgate legen Sie in der klassischen Oberfläche unter „Telefonie“ → „Routing bearbeiten“ → „Weiterleitung hinzufügen“ fest, nach wie vielen Sekunden umgeleitet wird. Placetel rechnet externe Umleitungen nach Preisliste ab, und NFON nutzt eigene Sterncodes wie *11 plus Zielnummer.

Wie richten Sie die Rufumleitung an der FRITZ!Box ein?

Laut AVM-Wissensdatenbank:

  1. „Telefonie“ → „Rufbehandlung“ → Registerkarte „Rufumleitung“ → „Neue Rufumleitung“.
  2. Unter „Anrufe die umgeleitet werden“ wählen Sie „alle Anrufe“, „Anrufe an“ eine Ihrer Rufnummern oder „Anrufe von“ bestimmten Anrufern. Für eine verzögerte oder eine Besetzt-Umleitung nehmen Sie „Anrufe an“, denn nur dann lässt sich die Art der Umleitung einstellen. So leiten Sie etwa nur die Zentrale um.
  3. Unter „Umleitung der Anrufe“ aktivieren Sie „an Zielrufnummer“ und tragen die Zielnummer ein.
  4. Bei „Art der Umleitung“ wählen Sie „Sofort“, „Verzögert“, „bei Besetzt“ oder „Parallelruf“, bei dem Ihr Telefon und das Ziel gleichzeitig klingeln.
  5. „Übernehmen“ und, falls verlangt, an der FRITZ!Box bestätigen.

Die Box führt die Umleitung entweder selbst aus oder richtet sie beim Anbieter ein, und welcher Weg aktiv ist, zeigt sie nicht an. Leitet sie selbst um, baut sie laut AVM-Onlinehilfe eine „zweite (kostenpflichtige) Verbindung“ auf, und am Ziel kommt laut AVM Ihre eigene Nummer an statt der des Anrufers. Läuft die Umleitung beim Anbieter, greifen Rufsperren aus der Box nicht mehr. Eine in der Box eingerichtete Mobilfunknummer lässt sich nicht umleiten, und Ziele wie 0900, 0190, 0180, 0138 und 0137 sind gesperrt. Mit „Rufumleitung zeitgesteuert an- und ausschalten“ legen Sie in einer Wochenübersicht fest, wann umgeleitet wird, zum Beispiel werktags ab 18 Uhr.

Wie schalten Sie eine Rufumleitung wieder aus?

Am Handy löschen Sie mit ##21#, ##61#, ##62# oder ##67#, alle bedingten mit ##004# und alles samt Mailbox mit ##002#. Ein einzelnes Rautezeichen (#21#) schaltet nur aus: Die Zielnummer bleibt laut Telekom gespeichert und lässt sich mit *21# wieder einschalten. Am iPhone schalten Sie „Rufweiterleitung“ aus. Im Festnetz nutzen Sie #21#, #61#, #67# oder das Kundenportal, in der FRITZ!Box die Oberfläche, die MyFRITZ!App oder die Codes *21**#, *61**# und *67**#. Eine direkt beim Anbieter gesetzte Umleitung schalten Sie auch dort aus. Ein Testanruf zeigt, ob Ihr Telefon wieder klingelt.

Was kostet eine Rufumleitung?

Die Strecke von Ihrer Nummer zur Zielnummer bezahlen Sie, nicht der Anrufer. Der GSM-Standard sieht ausdrücklich vor, dass der Umleitende dafür belastet werden kann, und Vodafone schreibt in seiner Preisliste, das Gespräch gehe „ab der Umleitung zu Deinen Lasten“. Umleitungen auf die eigene Mailbox sind bei den großen Anbietern kostenlos. Für andere Ziele unterscheiden sich die Regeln:

  • Ausdrücklich nicht in der Flat: O2 (laut Preisliste „nicht für Rufumleitungen ins In- und Ausland“, ebenso bei O2 Home), Vodafone DSL (die Preisliste nimmt Verbindungen per „Anrufweiterleitung“ aus) und sipgate.
  • Ausdrücklich enthalten: die 1&1 All-Net-Flat („Gespräche und Weiterleitungen ins deutsche Fest- & Mobilfunknetz“) und laut Vodafone-Preisliste der Tarif Vodafone Black („inklusive Anrufumleitung“ im Inland).
  • Wie ein selbst gewählter Anruf: Telekom im Festnetz und im Mobilfunk, Vodafone Kabel und Vodafone Mobilfunk („wie in Deinem Tarif“).

Prüfen Sie deshalb vor der Umstellung in Ihrer Preisliste, wie umgeleitete Gespräche zu Ihrer Zielnummer berechnet werden, vor allem bei einer dauerhaften Sofort-Umleitung vom Handy.

Wie leiten Sie Anrufe auf einen KI-Telefonassistenten um?

Der Ablauf unterscheidet sich nicht von jeder anderen Umleitung, Sie brauchen nur eine Zielnummer. Bei Loomira bestellen Sie im Portal eine Rufnummer aus Deutschland (+49) oder Österreich (+43) und ordnen sie einem Assistenten zu. Diese Loomira-Rufnummer tragen Sie als Ziel Ihrer Rufumleitung ein; Ihre bekannte Geschäftsnummer bleibt unverändert. Wer eine eigene Telefonanlage betreibt, kann alternativ per SIP-Trunk anbinden. Beides beschreibt die Dokumentation zu Telefonnummern; eine Portierung läuft derzeit über den Support.

Vier Punkte machen den Unterschied:

  1. Beim Anbieter umleiten, nicht in der FRITZ!Box. Leitet die Box selbst um, sieht der Assistent Ihre Nummer statt der des Anrufers. Eine direkt beim Anbieter eingerichtete Umleitung übermittelt laut AVM die Anrufernummer; die Netzbetreiber selbst dokumentieren das nicht, prüfen Sie es also mit einem Testanruf.
  2. Deutsche Nummer für deutsche Anschlüsse. 1&1 lässt im Mobilfunk keine Umleitung ins Ausland zu, und eine österreichische Zielnummer kann je nach Tarif wie ein Auslandsgespräch berechnet werden, bei O2 Home laut Preisliste etwa „entsprechend dem Preis für abgehende Verbindungen in das jeweilige Land“.
  3. Am Handy alle drei Fälle umleiten. Mit **004*Loomira-Nummer# landen auch Anrufe bei Besetzt und ausgeschaltetem Handy beim Assistenten statt auf der Mailbox; die Klingelzeit setzen Sie danach mit **61*Loomira-Nummer**20#.
  4. Keine Schleifen. Leitet der Assistent dringende Anrufe an eine Nummer weiter, darf diese nicht selbst auf den Assistenten umgeleitet sein.

Welche Umleitungsart passt, hängt vom Ziel ab. Nur abends und am Wochenende: zeitgesteuert in der FRITZ!Box (mit dem Hinweis zur Anrufernummer) oder in der Cloud-Telefonanlage. Überlauf zu Stoßzeiten: „bei Besetzt“ plus „bei Nichtannahme“, am Handy etwa nach 15 oder 20 Sekunden, im Festnetz nach der festen Zeit Ihres Anbieters. Vollständige Annahme: Sofort-Umleitung; im Assistenten legen Sie fest, was außerhalb der Geschäftszeiten geschieht, etwa Voicemail aufnehmen oder an eine Nummer Ihrer Wahl weiterleiten. Was mit den Anrufen passiert, zeigt die Seite zum KI-Anrufbeantworter.

Der Bedarf ist real, auch wenn das Telefonvolumen sinkt. Laut Jahresbericht Telekommunikation 2025 der Bundesnetzagentur wurden 2025 im Festnetz noch rund 47 Milliarden und im Mobilfunk 132 Milliarden Gesprächsminuten geführt. Und nach einer Bitkom-Befragung vom September 2025 unter 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten nutzen 36 Prozent KI, 88 Prozent dieser Nutzer im Kundenkontakt.

Worauf sollten Kanzleien und Praxen bei der Anrufweiterleitung achten?

Für Berufsgeheimnisträger wie Anwältinnen, Steuerberater, Ärztinnen und Therapeuten ist die Umleitung nicht nur eine technische Frage. Wer Anrufe an einen externen Dienst weiterleitet, lässt Dritte an Gesprächen teilhaben, in denen Mandats- oder Patientendaten fallen können. Deshalb gilt:

  • Auftragsverarbeitung regeln. Schließen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und klären Sie, wie die Verschwiegenheitspflicht nach § 203 StGB beim Dienstleister abgesichert ist. Bei Loomira schließen Sie den AVV direkt mit uns ab; Anrufe, Transkripte und Kundendaten werden in der EU gehostet und gespeichert, alle Unterauftragsverarbeiter sind offengelegt.
  • Gesundheitsdaten besonders behandeln. Anrufe in Praxen können Gesundheitsdaten enthalten, die nach Art. 9 DSGVO zu den besonderen Kategorien gehören. Stimmen Sie den Einsatz mit Ihrem Datenschutzbeauftragten ab und informieren Sie Anrufende transparent. Loomira gibt sich zu Beginn des Gesprächs als KI zu erkennen.
  • Dringendes gezielt durchstellen. Legen Sie fest, welche Anliegen sofort an einen Menschen gehen, etwa eine Fristsache oder ein akuter Notfall. Hinterlegen Sie für Praxen den Notdienst, den der Assistent außerhalb der Sprechzeiten nennt.
  • Nur die Zentrale umleiten. Lassen Sie Durchwahlen und Notfallleitungen unverändert. Im Telekom-Telefoniecenter und im 1&1-Control-Center gilt eine Umleitung ohnehin je Rufnummer, in der FRITZ!Box über „Anrufe an“.

Ein ehrlicher Hinweis zu den Grenzen: Ein KI-Assistent gibt weder Rechtsrat noch medizinische Einschätzungen. Er nimmt Anliegen auf, beantwortet organisatorische Fragen, vereinbart Termine und übergibt den Rest an Ihr Team. Wie das in einer Kanzlei aussieht, zeigt die Seite Loomira für Kanzleien.

Wie testen Sie, ob die Umleitung funktioniert?

Rufen Sie Ihre Geschäftsnummer von einem anderen Telefon aus an, nicht vom umgeleiteten Gerät. Prüfen Sie jede Bedingung einzeln: einmal nicht abnehmen, einmal während eines Gesprächs anrufen lassen, einmal das Handy ausschalten. Achten Sie dabei darauf, welche Rufnummer am Ziel ankommt, die des Anrufers oder Ihre eigene, und ob irgendwo eine Schleife entsteht.

Fazit: Erst die Bedingung wählen, dann den Code

Die Technik ist in wenigen Minuten erledigt: GSM-Codes am Handy, Codes oder Kundenportal im Festnetz, das Menü „Rufbehandlung“ an der FRITZ!Box. Die eigentliche Entscheidung liegt davor. Klären Sie, welche Anrufe wann umgeleitet werden, was das in Ihrem Tarif kostet, ob die Nummer des Anrufers ankommen muss und welche Anliegen sofort bei einem Menschen landen sollen. Dann können Sie mit einer bedingten Umleitung klein anfangen und nach ein paar Wochen anhand echter Anrufzahlen nachsteuern.