In der FRITZ!Box richten Sie eine Rufumleitung unter „Telefonie“ → „Rufbehandlung“ → Registerkarte „Rufumleitung“ → „Neue Rufumleitung“ ein. Dort legen Sie fest, welche Anrufe umgeleitet werden („alle Anrufe“, „Anrufe an“ eine Ihrer Rufnummern oder „Anrufe von“ bestimmten Anrufern), wohin sie gehen („an Zielrufnummer“) und, nur bei „Anrufe an“, wann: „Sofort“, „Verzögert“, „bei Besetzt“ oder als „Parallelruf“. Mit „Übernehmen“ speichern Sie. Ausschalten lässt sich die Umleitung in derselben Oberfläche, in der MyFRITZ!App oder am Telefon per Tastencode. Wichtig für Geschäftskunden: Führt die FRITZ!Box die Umleitung selbst aus, kommt am Ziel laut AVM Ihre eigene Rufnummer an, nicht die des Anrufers. Loomira ist ein KI-Telefonassistent für kleine und mittlere Unternehmen, der umgeleitete Anrufe annimmt, dringende Anliegen nach festen Regeln weiterleitet und Anrufe, Transkripte und Kundendaten in der EU hostet. Diese Anleitung folgt der AVM-Dokumentation für das aktuelle FRITZ!OS und zeigt, wann die Umleitung besser beim Anbieter liegt.
Wo finden Sie die Rufumleitung in der FRITZ!Box?
Die Schritte laut AVM-Wissensdatenbank, die sich ausdrücklich auf das aktuelle FRITZ!OS bezieht:
- Klicken Sie in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box auf „Telefonie“ und dann auf „Rufbehandlung“.
- Öffnen Sie die Registerkarte „Rufumleitung“ und klicken Sie auf „Neue Rufumleitung“.
- Legen Sie im Abschnitt „Anrufe die umgeleitet werden“ fest, welche Anrufe umgeleitet werden: „alle Anrufe“, „Anrufe an“ eine Rufnummer oder ein Telefon an einem analogen Anschluss, oder „Anrufe von“ bestimmten Anrufern (Telefonbucheintrag, ganzes Telefonbuch, einzelne Rufnummer oder anonyme Anrufe).
- Legen Sie im Abschnitt „Umleitung der Anrufe“ das Ziel fest: „an Anrufbeantworter“, „an Zielrufnummer“ (Telefonbucheintrag oder „nicht im Telefonbuch“ plus Nummer) oder „an Telefon“.
- Wählen Sie bei „Art der Umleitung“ den Zeitpunkt, falls Sie „Anrufe an“ gewählt haben.
- Klicken Sie auf „Übernehmen“ und bestätigen Sie die Einstellung zusätzlich an der FRITZ!Box, falls Sie dazu aufgefordert werden.
Der Pfad ist seit Jahren derselbe: Alle geprüften AVM-Handbücher, vom Modell 7490 bis zum aktuellen Handbuch der FRITZ!Box 7590 für FRITZ!OS 8, führen die Umleitung unter „Telefonie“ → „Rufbehandlung“. Auch für Kabel-Modelle wie die FRITZ!Box 6690 Cable ist der AVM-Artikel wortgleich.
Welche Arten der Umleitung bietet die FRITZ!Box?
Eine Rufumleitung ist nach AVM die Funktion, „alle oder ausgewählte Anrufe automatisch an einen anderen Anschluss, an ein bestimmtes Telefon oder an einen Anrufbeantworter“ umzuleiten. Ausgeführt wird sie entweder von der FRITZ!Box selbst oder als Anrufweiterschaltung (AWS) in der Vermittlungsstelle Ihres Telefonieanbieters.
Bei „Art der Umleitung“ stehen laut AVM und FRITZ!Box-Onlinehilfe diese Optionen zur Wahl:
- Sofort: Jeder Anruf geht direkt an das Ziel.
- Verzögert: Ihr Telefon klingelt zuerst, dann wird umgeleitet.
- bei Besetzt: Umgeleitet wird nur, wenn Ihre Leitung belegt ist.
- Parallelruf: Anrufe klingeln laut Onlinehilfe gleichzeitig an Ihrem Anschluss und am Ziel.
- Direktruf: nur für analoge Telefone; beim Abheben wird nach einigen Sekunden automatisch die Zielnummer gewählt.
Die Auswahl gibt es nur, wenn Sie „Anrufe an“ gewählt haben. AVM schreibt: „Bei anderen Rufumleitungen können Sie die Art der Rufumleitung nicht einstellen.“ Für eine verzögerte oder eine Besetzt-Umleitung wählen Sie deshalb „Anrufe an“ und Ihre Rufnummer.
Nach wie vielen Sekunden „Verzögert“ umleitet, nennt AVM für die Oberfläche nicht. Nur für den Tastencode *61* schreibt das Handbuch „nach 20 Sekunden“. Prüfen Sie die tatsächliche Klingelzeit mit einem Testanruf.
Leitet die FRITZ!Box selbst um oder Ihr Anbieter?
Das entscheidet die Ausklappliste „Eigene Rufnummer zur Umleitung“. Steht sie auf „Automatisch“, versucht die FRITZ!Box laut AVM, „eine Anrufweiterschaltung in der Vermittlungsstelle Ihres Telefonieanbieters einzurichten“. Das klappt nur unter vier Voraussetzungen:
- Für die Zielrufnummer ist in der FRITZ!Box keine Wahlregel und keine Rufsperre eingerichtet.
- Ihr Anbieter unterstützt die Einrichtung einer Rufumleitung.
- „Anrufe an“ ist aktiviert und eine Rufnummer gewählt.
- Als „Art der Umleitung“ ist „Sofort“, „Verzögert“ oder „bei Besetzt“ gewählt.
Ist die Einrichtung beim Anbieter nicht möglich, führt die FRITZ!Box die Umleitung selbst aus. Welcher Weg aktiv ist, können Sie in der FRITZ!Box laut AVM nicht erkennen. Die beiden Wege unterscheiden sich spürbar. Läuft die Umleitung beim Anbieter, bleibt Ihr Anschluss laut Handbuch „für weitere Gespräche frei“, aber Rufsperren aus der FRITZ!Box greifen nicht mehr. Leitet die Box selbst um, baut sie eine zweite Verbindung auf. Haben Sie nur eine Rufnummer, müssen darüber zwei Gespräche gleichzeitig möglich sein: „Bei Internetrufnummern ist das meistens der Fall, bei Rufnummern von analogen Festnetzanschlüssen dagegen nie“, so die Onlinehilfe.
Warum sieht das Ziel Ihre Nummer statt der des Anrufers?
Das ist kein Defekt, sondern laut AVM eine Vorgabe der Anbieter: „Bei Rufumleitungen übermittelt die FRITZ!Box nicht die Rufnummer des Anrufers, sondern die Rufnummer des Anschlusses, an dem sie angeschlossen ist.“ Die Anbieter lassen nur zu, dass die Box diese eigene Nummer sendet.
Den Ausweg nennt AVM gleich mit: „Falls Ihr Telefonieanbieter die Einrichtung einer Rufumleitung unterstützt und Sie die Rufumleitung direkt beim Anbieter einrichten, wird die Rufnummer des Anrufers übermittelt.“ Ob das auch für eine Umleitung gilt, die die Box über „Automatisch“ beim Anbieter anstößt, sagt AVM nicht ausdrücklich.
Wenn das Ziel die Nummer des Anrufers braucht, etwa ein Assistent, der Rückrufnummern erfasst, richten Sie die Umleitung deshalb direkt beim Anbieter ein: bei der Telekom im Telefoniecenter (siehe Rufumleitung bei der Telekom), bei Vodafone per Tastencode oder MeinVodafone (siehe Rufumleitung bei Vodafone), bei 1&1 im Control-Center. Die Netzbetreiber selbst dokumentieren nicht, welche Nummer am Ziel ankommt. Ein Testanruf von einem fremden Telefon zeigt es Ihnen.
Wie schalten Sie die Umleitung zeitgesteuert an und aus?
Die Zeitsteuerung ist die Stärke der FRITZ!Box, denn eine Umleitung nach Uhrzeit dokumentieren die großen Netzbetreiber nicht. Laut AVM gehen Sie so vor:
- „Telefonie“ → „Rufbehandlung“ → Registerkarte „Rufumleitung“.
- Aktivieren Sie die Option „Rufumleitung zeitgesteuert an- und ausschalten“.
- Markieren Sie in der Wochenübersicht die Zeiten blau, in denen die Umleitung aktiv sein soll, zum Beispiel werktags ab 18 Uhr und am Wochenende.
- Aktivieren Sie in der Liste alle Rufumleitungen, für die die Zeitsteuerung gelten soll, und übernehmen Sie die Einstellung.
Die Zeitsteuerung „greift erstmalig, wenn der nächste Schaltzeitpunkt erreicht wird“. Zeigt die Umleitung bis dahin den falschen Zustand, schalten Sie sie einmal manuell an oder aus. AVM beschreibt einen gemeinsamen Wochenplan für alle ausgewählten Umleitungen; mehrere unabhängige Zeitpläne sind nicht dokumentiert. Nicht zu verwechseln ist die Zeitsteuerung mit der Klingelsperre, einer eigenen Funktion unter „Telefonie“ → „Telefoniegeräte“.
Welche Tastencodes gibt es für die FRITZ!Box?
An einem angeschlossenen Telefon steuern Sie die Umleitung laut Handbuch auch per Code. Warten Sie danach den Quittungston ab.
Sofort umleiten: *21*Zielnummer*#
Nach 20 Sekunden: *61*Zielnummer*#
Bei Besetzt: *67*Zielnummer*#
Ausschalten: *21**# *61**# *67**#
Nur für eine Rufnummer: *21*Zielnummer*Rufnummer#
ausschalten: *21**Rufnummer#
Achten Sie auf den Stern vor der Raute. *21*Zielnummer*# steuert die FRITZ!Box, *21*Zielnummer# ohne diesen Stern ist der Festnetzcode der Netzbetreiber, dessen Funktion die Telekom bei fremden Routern nicht garantiert. Für die analogen Anschlüsse FON 1 und FON 2 nennt das Handbuch eigene Codes.
Die Codes haben Grenzen: „Tastencodes funktionieren nicht mit Smartphones“ und nicht mit FRITZ!App Fon. Das Telefon muss Stern und Raute wählen können. An IP-Telefonen funktionieren nur ausgewählte Codes, darunter das An- und Ausschalten der Rufumleitung.
Wie deaktivieren oder löschen Sie eine Rufumleitung in der FRITZ!Box?
Laut AVM schalten Sie eine Umleitung „in der Benutzeroberfläche oder über die MyFRITZ!App“ an und aus, in der Liste unter „Telefonie“ → „Rufbehandlung“ → „Rufumleitung“. Am Telefon geht es mit *21**#, *61**# oder *67**#. Dauerhaft entfernen Sie einen Eintrag in derselben Übersicht; 1&1 beschreibt dafür für seinen Router auf FRITZ!Box-Basis das Löschen-Symbol.
Drei Fallen beim Ausschalten:
- Zeitsteuerung: Laut AVM wird die Zeitsteuerung durch manuelles Ausschalten „nicht deaktiviert, sondern greift automatisch zum nächsten Schaltzeitpunkt“. Soll die Umleitung dauerhaft aus bleiben, nehmen Sie sie auch aus der Zeitsteuerung heraus.
- Umleitung beim Anbieter: Haben Sie die Umleitung im Kundenportal oder per Code direkt beim Anbieter gesetzt, taucht sie in der FRITZ!Box nicht auf. Schalten Sie sie dort aus, wo Sie sie eingerichtet haben.
- Kontrolle: Prüfen Sie nach dem Ausschalten mit einem Testanruf, ob Ihre Telefone wieder klingeln.
Was kostet eine Rufumleitung über die FRITZ!Box?
Kosten entstehen für die Verbindung zum Ziel. Das Handbuch formuliert es so: „Wenn Ihr Telefonanbieter das unterstützt, wird die Rufumleitung beim Anbieter ausgeführt und Ihr Anschluss bleibt für weitere Gespräche frei. Sonst stellt die FRITZ!Box eine zweite Verbindung her. In beiden Fällen entstehen Kosten im Rahmen Ihres Telefontarifs.“ Die Onlinehilfe spricht von einer „zweiten (kostenpflichtigen) Verbindung“.
Ob Ihre Flatrate diese Verbindung abdeckt, regelt Ihr Anbieter, und die Regeln unterscheiden sich deutlich. Die Vodafone-DSL-Preisliste etwa nimmt Weiterleitungen von der Flat aus, die Telekom berechnet sie wie selbst gewählte Anrufe. Einen Überblick über alle großen Anbieter gibt der Ratgeber Rufumleitung einrichten.
Welche Einschränkungen gelten?
Laut AVM-Wissensdatenbank:
- „Eine in der FRITZ!Box eingerichtete Mobilrufnummer kann nicht umgeleitet werden.“
- Umleitungen zu den Sonderrufnummern 0900, 0190, 0180, 0138 und 0137 sind aus Sicherheitsgründen gesperrt.
- Für Anrufe von Telefonbucheinträgen und einzelnen Rufnummern sind maximal 32 Rufumleitungen möglich.
- Anrufe von „wichtigen Personen“ aus dem Telefonbuch werden bei einigen Umleitungen als Parallelruf weitergeleitet. Ihre Telefone klingeln bei diesen Anrufern also trotz Sofort-Umleitung.
- „Interne Anrufe werden nicht umgeleitet.“
- Rufsperren aus der FRITZ!Box greifen nicht mehr, sobald die Umleitung beim Anbieter läuft.
Wenn die Umleitung gar nicht klappt, prüfen Sie den Anschluss: Bei nur einer Rufnummer an einem analogen Festnetzanschluss sind laut Onlinehilfe nie zwei Verbindungen gleichzeitig möglich, die eine Umleitung in der Box aber braucht.
Wie leiten Sie per FRITZ!Box an einen KI-Telefonassistenten weiter?
Sie brauchen eine Zielnummer. Bei Loomira bestellen Sie im Portal eine Rufnummer aus Deutschland (+49) oder Österreich (+43) und ordnen sie einem Assistenten zu; die Schritte beschreibt die Dokumentation zu Telefonnummern. Für einen deutschen Anschluss ist eine deutsche Loomira-Rufnummer die naheliegende Wahl.
Erste Wahl ist eine Umleitung direkt beim Anbieter, weil der Assistent dann die Nummer des Anrufers erhalten kann. Die FRITZ!Box spielt ihre Stärken aus, wenn Sie nach Uhrzeit umleiten wollen oder Ihr Anbieter keinen eigenen Weg anbietet. So richten Sie es in der Box ein:
- „Neue Rufumleitung“ → „Anrufe an“ → Ihre Geschäftsnummer.
- „an Zielrufnummer“ → „nicht im Telefonbuch“ → Ihre Loomira-Rufnummer.
- „Art der Umleitung“: „Verzögert“ für einen Überlauf, wenn niemand abnimmt, „bei Besetzt“ für belegte Leitungen oder „Sofort“, wenn der Assistent alle Anrufe annehmen soll.
- „Eigene Rufnummer zur Umleitung“ auf „Automatisch“, damit die Box zuerst eine Weiterschaltung beim Anbieter versucht.
- „Übernehmen“ und gegebenenfalls an der Box bestätigen. Für Abende und Wochenenden ergänzen Sie die Zeitsteuerung.
Machen Sie danach einen Testanruf von einem fremden Telefon. Zeigt der Assistent Ihre eigene Festnetznummer statt der des Anrufers, spricht das dafür, dass die Box die Umleitung selbst ausführt. Dann richten Sie die Umleitung besser im Kundenportal Ihres Anbieters ein. Vermeiden Sie außerdem Schleifen: Leitet der Assistent dringende Anrufe weiter, darf die Zielnummer nicht selbst auf den Assistenten umgeleitet sein. Was der Assistent mit den Anrufen macht, zeigt die Seite zum KI-Anrufbeantworter.