Im Telekom-Festnetz richten Sie eine Rufumleitung am zuverlässigsten im Telefoniecenter ein: Rufnummer wählen, „Anrufweiterleitung“ öffnen, „sofort“, „nach 25 Sekunden“ oder „bei besetzt“ ankreuzen, Zielnummer eintragen, speichern. Alternativ tippen Sie am Telefon *21*Zielrufnummer# (sofort), *61*Zielrufnummer# (wenn niemand abnimmt) oder *67*Zielrufnummer# (bei Besetzt) und warten die Ansage ab. Am Telekom-Handy gelten die GSM-Codes, etwa **61*Zielrufnummer**20# für eine Umleitung nach 20 Sekunden; gelöscht wird mit ##21#, ##61#, ##62# oder ##67#. Die weitergeleitete Strecke zahlen Sie wie einen eigenen Anruf. Loomira ist ein KI-Telefonassistent für kleine und mittlere Unternehmen, der weitergeleitete Anrufe entgegennimmt, jedes Gespräch als Zusammenfassung festhält und Anrufe, Transkripte und Kundendaten in der EU hostet. Diese Anleitung trennt Festnetz und Mobilfunk, denn Codes, Wartezeiten und Mailbox funktionieren dort verschieden.

Welche Rufumleitungen bietet die Telekom im Festnetz an?

Eine Anrufweiterleitung, wie die Telekom die Rufumleitung im Festnetz nennt, ist eine Einstellung im Telekom-Netz, die eingehende Anrufe für eine bestimmte Rufnummer Ihres Anschlusses an eine andere Zielnummer oder an die SprachBox weitergibt.

Am MagentaZuhause-Anschluss dokumentiert die Telekom in ihrer Hilfe zur Festnetz-Anrufweiterleitung drei Varianten:

  • Sofort: Alle Anrufe gehen direkt an die Zielnummer.
  • Wenn niemand abnimmt: Die Telekom nennt diese Variante „Bei Nichterreichbarkeit des Anrufes“. Gemeint ist, dass nach einer festen Klingelzeit umgeleitet wird.
  • Bei Besetzt: Umgeleitet wird nur, wenn Ihre Leitung belegt ist.

Für Störungen gibt es einen eigenen Mechanismus, die Offline-Rufannahme im Telefoniecenter. Sie „greift automatisch spätestens 60 Minuten nachdem Ihr Anschluss offline gegangen ist“. Eine zeitgesteuerte Umleitung im Netz, etwa nur nach Feierabend, dokumentiert die Telekom nicht. Dafür eignet sich ein Router mit Zeitsteuerung, zum Beispiel eine FRITZ!Box.

Wichtig für Betriebe mit mehreren Nummern: Jede Umleitung gilt nur für die ausgewählte Rufnummer. Die Telekom schreibt: „Wiederholen Sie die Anleitungsschritte ggf. für weitere Rufnummern des gleichen Anschlusses.“

Wie richten Sie die Rufumleitung im Telefoniecenter ein?

Das Telefoniecenter ist die Weboberfläche für die Telefonie-Einstellungen Ihres MagentaZuhause-Anschlusses. Die Schritte laut Telekom-Hilfe (Stand 13.02.2026):

  1. Öffnen Sie das Telefoniecenter und melden Sie sich mit Ihrem Telekom Login an.
  2. Wählen Sie die Rufnummer aus und bestätigen Sie mit „Weiter“.
  3. Klicken Sie im Bereich „Erreichbarkeit“ auf „Anrufweiterleitung“.
  4. Klicken Sie auf „Weiterleitung hinzufügen“.
  5. Aktivieren Sie „nach 25 Sekunden“, „bei besetzt“ oder „sofort“.
  6. Wählen Sie das Ziel: „Auf die SprachBox“ oder eine Telefonnummer im freien Feld.
  7. Klicken Sie auf „Speichern“.

Das Telefoniecenter ist auch der Weg für alle, die keinen Telekom-Router nutzen. Für die Tastencodes setzt die Telekom laut Steuercode-Hilfe einen Router der Telekom und keine Telefonanlage voraus: „Bei anderen Routern und bei einer Telefonanlage kann die Funktion der Steuercodes nicht garantiert werden.“ In diesem Fall sollen Sie die Einstellungen direkt im Telefoniecenter ändern. Auch beim Speedport liegt die Umleitung nicht im Routermenü. Das Speedport-Handbuch sagt: „Die Organisation der Anrufweiterschaltung erfolgt im Kundencenter / Telefoniecenter.“

Welche Tastencodes gelten am Telekom-Festnetzanschluss?

Heben Sie den Hörer ab, tippen Sie den Code und warten Sie die Ansage ab:

Sofort umleiten:      *21*Zielrufnummer#
Sofort ausschalten:   #21#
Wenn niemand abnimmt: *61*Zielrufnummer#
Bei Besetzt:          *67*Zielrufnummer#
Besetzt ausschalten:  #67#

Vier Einschränkungen sollten Sie kennen:

  • Kein Ausschaltcode für *61* auf der Hilfeseite. Nur die Speedport-Handbücher führen dafür #61#. Sicherer ist das Ausschalten im Telefoniecenter.
  • Kein dokumentierter Zeitwert. Die Hilfeseite nennt zusätzlich die Variante *61*Zielrufnummer*Zeitwert#, aber nicht, welche Werte erlaubt sind.
  • Kein Statuscode. Welche Umleitungen aktiv sind, sehen Sie im Telefoniecenter.
  • Mehrere Rufnummern: Die Speedport-Handbücher beschreiben eine Variante je Rufnummer, #12<Index>#*21*<Zielrufnummer>#. Der Index ist 01, 02 oder 03, in der Reihenfolge, in der die Nummern angelegt wurden.

Nach wie vielen Sekunden greift die Umleitung bei Nichtmelden?

Im Festnetz können Sie die Klingelzeit nicht frei wählen, und die Telekom nennt je nach Quelle 20 bzw. 25 Sekunden. Das Telefoniecenter bietet nur die Option „nach 25 Sekunden“, und auch die SprachBox nimmt laut Telekom „nach 25 Sekunden Klingeln“ an. Die Speedport-Handbücher sprechen dagegen von „20 Sekunden (ca. fünf Klingelzeichen)“. Messen Sie im Zweifel mit einem Testanruf nach.

Am Handy bestimmen Sie die Zeit selbst. Laut Mobilfunk-Steuercodes der Telekom (Stand 03.09.2026) sind 5 bis 30 Sekunden in 5-Sekunden-Schritten möglich, im Format **61*Zielrufnummer**20#. Achten Sie auf die zwei Sternchen vor der Sekundenzahl. Ohne Angabe gilt laut Telekom der Standard von 15 Sekunden.

Wie leiten Sie Ihr Telekom-Handy um?

Tippen Sie den Code in die Telefon-App und drücken Sie die Anruftaste. Die Codes laut Telekom:

Sofort:                   **21*Zielrufnummer#
Wenn niemand abnimmt:     **61*Zielrufnummer#
  mit Zeit (5–30 s):      **61*Zielrufnummer**20#
Bei Nichterreichbarkeit:  **62*Zielrufnummer#
Bei Besetzt:              **67*Zielrufnummer#
Alle bedingten:           **004*Zielrufnummer#
Status (Beispiel):        *#67#

Die Codes **002* und **004* kennzeichnet die Telekom als „netz-/geräteabhängig“. Funktioniert **004* nicht, setzen Sie **61*, **62* und **67* einzeln. Die Zielnummer geben Sie mit Vorwahl ein; damit die Umleitung auch im Ausland funktioniert, empfiehlt die Telekom im Mobilbox-Handbuch das internationale Format, also +49….

Ohne Code geht es über die Einstellungen des Smartphones, laut Telekom je nach Hersteller unter „Rufweiterleitung“ oder „Rufumleitung“. Am iPhone schaltet dieser Menüpunkt allerdings nur eine Umleitung aller Anrufe ein, für bedingte Umleitungen verweist Apple an den Netzbetreiber. Einen Weg über die MeinMagenta App beschreibt die Telekom für Handy-Umleitungen nicht.

Ein Nebeneffekt laut Telekom: Solange eine Umleitung zur Mobilbox oder zu einem anderen Anschluss besteht, funktioniert die SMS-Benachrichtigung über entgangene Anrufe nicht.

Was passiert mit Mobilbox und SprachBox?

Die Mobilbox (Kurzwahl 3311) ist selbst eine Umleitung. Laut Mobilbox-Handbuch der Telekom sind drei Umleitungen zur Mobilbox voreingestellt: bei ausgeschaltetem Handy, bei Besetzt und bei Nichtannahme nach 15 Sekunden. Eine eigene Umleitung ersetzt die Mobilbox nur für die jeweilige Bedingung. Setzen Sie also nur **61*, gehen Anrufe bei Besetzt und ausgeschaltetem Handy weiter auf die Mobilbox. Für alle drei Fälle nutzen Sie **004*.

##002# löscht laut Telekom „Alle Rufumleitungen“, die zur Mobilbox ebenso wie eine Umleitung auf eine andere Nummer. Wollen Sie die Mobilbox später zurück, schalten Sie sie laut Telekom mit **62*3311# oder über die Kurzwahl 3311 ein; die beiden anderen Voreinstellungen stellen Sie mit **61*3311# und **67*3311# wieder her.

Die SprachBox ist der Anrufbeantworter im Festnetz und laut Telekom „bei allen aktuellen Festnetz-Anschlüssen kostenfrei inklusive“. Im Telefoniecenter wählen Sie für jede Weiterleitung ein Ziel, entweder die SprachBox oder eine Rufnummer. Abschalten lässt sich die SprachBox laut Telekom im Telefoniecenter unter „SprachBox“ → „Rufannahme“.

Was kostet eine Rufumleitung bei der Telekom?

Im Festnetz regelt die Preisliste für Glasfaser, MagentaZuhause und Call (Stand 31.05.2026) die Umleitung so: Für die weiterführenden Verbindungen werden „die gleichen Preise wie für vom eigenen Anschluss abgehende Verbindungen berechnet“. Die weitergeleitete Strecke kostet Sie also so viel, wie wenn Sie die Zielnummer selbst anrufen. Ob Ihr Tarif solche Verbindungen ohne Minutenpreis abdeckt, steht in Ihrer Preisliste.

Im Mobilfunk schreibt die Telekom in ihrer Kosten-Übersicht: Für die Weiterleitung auf die Mobilbox gilt „Für Sie: kostenlos“, für die Weiterleitung auf eine andere Rufnummer „Für Sie: Kosten wie für einen normalen Anruf, abhängig von Ihrem Tarif“. Anrufende zahlen nur die üblichen Kosten für den Anruf bei Ihnen. Für MagentaMobil Prepaid nennt die Prepaid-Preisliste für Umleitungen zu Anschlüssen im In- und Ausland die „Preise für eine vergleichbare Sprachverbindung Inland“.

Wie deaktivieren oder löschen Sie eine Rufumleitung bei der Telekom?

Festnetz: Am einfachsten im Telefoniecenter. Dort klicken Sie unter „Anrufweiterleitung“ auf „Weiterleitung deaktivieren“. Per Tastencode schalten Sie die Sofort-Umleitung mit #21# und die Besetzt-Umleitung mit #67# aus, jeweils mit Ansage. Für die Umleitung „wenn niemand abnimmt“ nennen nur die Speedport-Handbücher #61#.

Handy: Die Telekom unterscheidet zwei Arten des Ausschaltens:

Löschen (Ziel weg):        ##21#  ##61#  ##62#  ##67#
Nur aus (Ziel bleibt):     #21#   #61#   #62#   #67#
Wieder einschalten:        *21#   *61#   *62#   *67#
Alle bedingten löschen:    ##004#
Alle Umleitungen löschen:  ##002#

Mit ##002# verschwindet auch die Mobilbox. Setzen Sie sie danach wie oben beschrieben neu, falls Sie sie behalten wollen. Ob noch etwas aktiv ist, prüfen Sie mit *#21#, *#61#, *#62# und *#67#. Am iPhone schalten Sie „Rufweiterleitung“ in den Einstellungen aus.

Wie leiten Sie Telekom-Anrufe an einen KI-Telefonassistenten weiter?

Sie brauchen eine Zielnummer. Bei Loomira bestellen Sie im Portal eine Rufnummer und ordnen sie einem Assistenten zu; wie das geht, beschreibt die Dokumentation zu Telefonnummern. Für einen Anschluss in Deutschland ist eine deutsche (+49) Loomira-Rufnummer die naheliegende Wahl. Bei einer österreichischen (+43) Nummer prüfen Sie in Ihrer Preisliste, wie die Telekom Verbindungen nach Österreich berechnet.

Im Festnetz richten Sie die Weiterleitung im Telefoniecenter ein: „nach 25 Sekunden“ und „bei besetzt“ für einen Überlauf, wenn Ihr Team nicht abnimmt, oder „sofort“, wenn der Assistent alle Anrufe annehmen soll. Als Ziel tragen Sie Ihre Loomira-Rufnummer ein. Telefonieren Sie über eine FRITZ!Box, nutzen Sie ebenfalls das Telefoniecenter statt einer Umleitung in der Box. Leitet die FRITZ!Box selbst um, übermittelt sie laut AVM die Nummer Ihres Anschlusses statt der des Anrufers; mehr dazu in der Anleitung Rufumleitung in der FRITZ!Box. Für Störungen Ihres Anschlusses lohnt zusätzlich ein Blick auf die Offline-Rufannahme im Telefoniecenter.

Am Handy setzen Sie **004*Loomira-Nummer#, damit auch Anrufe bei Besetzt und bei ausgeschaltetem Handy beim Assistenten landen statt auf der Mobilbox. Danach stellen Sie die Klingelzeit mit **61*Loomira-Nummer**20# ein und prüfen sie mit *#61#.

Welche Rufnummer beim Assistenten ankommt, die des Anrufers oder Ihre eigene, dokumentiert die Telekom nicht. Machen Sie deshalb nach der Einrichtung einen Testanruf von einem fremden Telefon und prüfen Sie jede Bedingung einzeln. Achten Sie auch auf Schleifen: Leitet der Assistent dringende Anrufe an eine Nummer weiter, darf diese nicht selbst auf den Assistenten umgeleitet sein. Was der Assistent mit den umgeleiteten Anrufen macht, zeigt die Seite zum KI-Anrufbeantworter. Codes anderer Anbieter finden Sie im Überblick Rufumleitung einrichten.