Der Assistent-Editor bündelt alles, was das Verhalten Ihres Telefonassistenten bestimmt. Er ist in zwei Reiter geteilt: „Verhalten“ (wie der Assistent spricht und was er weiß) und „Technisches“ (Geschäftszeiten, Weiterleitung, Zustellung, Sicherheit). Dieser Artikel beschreibt die Abschnitte in dieser Reihenfolge.
Der Assistent-Editor ist die zentrale Konfigurationsoberfläche eines Loomira-Assistenten: Jede Einstellung — von der Persona bis zur Rufsperre — wird dort gepflegt und wirkt erst nach dem Speichern auf neue Gespräche.
Persona, Anweisungen und Sprachen
Unter „Persona“ legen Sie fest, wie sich der Assistent am Telefon vorstellt: seinen Namen, eine Rollenbeschreibung (z. B. „Empfang“ oder „Terminvereinbarung“), die Tonalität und die grammatikalische Form der Anrede. Diese Angaben fließen in den Systemprompt ein — sie sind kein reiner Anzeigename, sondern beeinflussen tatsächlich, wie Antworten formuliert werden.
Im Feld „Anweisungen“ hinterlegen Sie Freitext, den der Assistent bei jedem Gespräch berücksichtigt — etwa branchenspezifische Besonderheiten, Dinge, die er niemals zusagen darf, oder wie er mit bestimmten Anliegen umgehen soll. Der Editor zeigt eine Vorschau des zuletzt gespeicherten, tatsächlich zusammengesetzten Prompts, damit Sie nachvollziehen können, wie Ihre Anweisungen im Zusammenspiel mit den übrigen Einstellungen wirken.
Unter „Sprachen“ aktivieren Sie, welche Sprachen der Assistent spricht — zur Auswahl stehen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch und Spanisch — und legen die Standardsprache fest, in der er Gespräche eröffnet. Die Standardsprache muss selbst aktiviert sein; ihr Schalter ist deshalb gesperrt.
Begrüßung & KI-Kennzeichnung
Begrüßung und KI-Kennzeichnung werden gemeinsam verwaltet, weil beide zu einer gesprochenen Eröffnung am Anfang jedes Anrufs verschmelzen. Eine Live-Vorschau im Abschnitt zeigt wörtlich, was Anrufende in der Standardsprache hören werden — so fällt etwa auf, wenn eine eigene Begrüßung die Kennzeichnung doppelt.
Standardmäßig ist die Kennzeichnung aktiviert: Anrufende erfahren zu Beginn des Gesprächs, dass sie mit einem KI-System sprechen — das entspricht Art. 50 der EU-KI-Verordnung. Das ist keine kosmetische Einstellung, sondern eine Rechtspflicht bei automatisierter Sprachinteraktion mit Verbraucher:innen; wir stellen sie deshalb standardmäßig scharf.
Eine Abschaltung der automatischen Ansage ist möglich, aber bewusst mit einer Hürde versehen: Sie müssen ausdrücklich bestätigen, wie Sie die Offenlegung stattdessen sicherstellen (z. B. über eine Ansage vor dem Gespräch, auf Ihrer Website oder in Ihren AGB), und diese Erklärung wird mit Ihrem Namen protokolliert. Ohne eine solche Bestätigung bleibt die Kennzeichnung aktiv.
Was weiß der Assistent? FAQ und Wissensquellen
Zwei Abschnitte versorgen den Assistenten mit Faktenwissen:
- „FAQ“ — kurze Frage-Antwort-Einträge (Titel + Inhalt, bis zu 50 je Assistent), ideal für die zehn Dinge, die am Telefon immer wieder gefragt werden.
- „Wissen“ — hier hängen Sie Wissensquellen Ihres Workspace (Texte, PDFs, Websites) an den Assistenten an, bis zu 20 je Assistent. Die Quellen selbst verwalten Sie zentral; Details und Tarifgrenzen unter Wissensdatenbank.
Geschäftszeiten und Weiterleitung
Unter „Geschäftszeiten“ pflegen Sie je Wochentag eine oder mehrere Zeitspannen (bis zu acht pro Tag) samt Zeitzone; ein Tag ohne Zeitspanne gilt als geschlossen. Unter „Weiterleitung“ bestimmen Sie, was außerhalb der Geschäftszeiten passiert — Voicemail aufnehmen, Geschäftszeiten ansagen oder Anruf weiterleiten an eine Nummer Ihrer Wahl — und was der Assistent bei einem nicht behebbaren Fehler tut: sich entschuldigen und auflegen oder ebenfalls weiterleiten.
Zustellung, Integrationen und Website-Widget
- „E-Mail“: Hinterlegen Sie eine Adresse, an die nach jedem Anruf ein vollständiges Protokoll geht — Ihr eigenes Postfach, niemals das des Anrufers. Leer lassen schaltet die Protokoll-E-Mails ab (siehe Transkripte & Nachrichten).
- „Integrationen“: Pro Assistent schalten Sie frei, welche verbundenen Tools er nach einem Anruf nutzt — etwa eine kurze Anrufzusammenfassung in Ihren Slack-Kanal oder die Protokollierung im HubSpot-CRM. Verbunden werden die Anbieter zentral auf der Integrationsseite des Portals.
- „Website-Widget“: Ein Code-Schnipsel für Ihre Website, über den Besucher direkt im Browser mit dem Assistenten sprechen — ganz ohne Telefonnummer. Aus Sicherheitsgründen führen Sie die erlaubten Website-Adressen (Origins) explizit auf.
- „Webhooks“ und „Tools“ richten sich an technische Nutzer: signierte Ereignisse an eigene Systeme bzw. das Anbinden eigener Werkzeuge (z. B. MCP-Server).
Aufzeichnung, Spam & Sicherheit
Die Audio-Aufzeichnung von Anrufen ist standardmäßig deaktiviert — das Transkript entsteht unabhängig davon. Wer sie aktiviert, muss Anrufende informieren (eine automatische Ansage lässt sich zuschalten) und die datenschutzrechtliche Zulässigkeit selbst sicherstellen; mehr dazu unter Datenschutz.
Unter „Spam & Sicherheit“ sperren Sie einzelne Rufnummern (Anrufe werden abgewiesen, bevor sie den Assistenten erreichen) und setzen optional ein Nutzungslimit — eine Obergrenze an Anrufen oder Minuten pro Tag oder Monat, die Missbrauch und Kostenausreißer begrenzt.
Änderungen speichern, aktivieren, testen
Änderungen wirken erst nach dem Speichern; solange ein Entwurf ungespeichert ist, telefoniert Ihr Assistent mit der zuletzt gespeicherten Fassung, und der Editor warnt beim Verlassen vor ungesicherten Änderungen. Pflichtfelder und Widersprüche zeigt eine Prüfliste direkt am jeweiligen Abschnitt an. Aktivierte Assistenten lassen sich per Testanruf im Browser ausprobieren — Sie hören exakt die Eröffnung, die auch echte Anrufende hören.